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Oktober 2007 | „Himmelsbausteine“ ordnen den Luftraum
Wer kennt sie nicht, die bunten Bausteine aus dänischer Produktion mit Hilfe derer kleine und große Kinder Bagger, Häuser, Autos oder Flugzeuge bauen können? Der Luftraum in Europa ist nach einem ähnlichen Bausteinprinzip geordnet. Die ICAO (International Civil Aviation Organisation) hat sich dieses Prinzips bedient, als es darum ging, den Luftraum zu strukturieren. Sieben Luftraumklassen bilden die Hauptbausteine am Himmel.
Die Aufteilung reicht von „voll kontrolliert“ (Luftraumklasse A mit Einflugverbot für ‚Sportflieger’) bis hin zum „unkontrollierten Luftraum“ (Luftraumklasse G). In Deutschland werden zurzeit nur die Klassen C bis G genutzt. Allerdings hat sich die DFS (Deutsche Flugsicherung) einige Sonderanfertigungen von zusätzlichen Himmelsbausteinen in die Bastelkiste gelegt. So gut wie jede europäische Flugsicherung hat ihre eigenen nationalen Sonderregelungen. Um dieses „bunte“ Problem anzugehen, hatte die EU-Kommission alle 38 ECAC-Staaten kürzlich zu einem Airspace-Classification-Workshop nach Brüssel eingeladen. Neben den EU-Staaten gehören auch Länder wie Norwegen, Schweiz oder Ukraine zu den ECAC-Staaten.
Dem Workshop wohnten auch drei Vertreter der Luftraumnutzer bei: Der Sprecher der europäischen Cockpitvereinigung, der Vorsitzende des Verbandes europäischer Privatflieger und Hubert Gering von Eurowings als Vertreter der kommerziellen Luftfahrt. Als Sprecher der wichtigsten Kundengruppe forderte Hubert Gering die nationalen Sonderrege-lungen abzuschaffen. – Mit Erfolg: Es soll statt der über 20 Sonderlösungen künftig nur noch wenige Standard-Bausteine geben, die europaweit Gültigkeit haben.
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